Seit dem gab es kaum eine Rennklasse in der ich nicht mindestens ein Rennen bestritten habe. Ich glaube in den Klassen 1:4 und 1:8 Glattbahn habe ich es nicht geschafft. Sonst war alles dabei. Offroad, On-Road, Verbrenner, Elektro, 1:24 bis 1:5.
Aber hier soll es mal um die Rennklassen gehen, an deren Entstehung ich selbst maßgeblich beteiligt war. Und da kommt doch erstaunlich viel zusammen.
Die Wild Willy-Klasse wurde in den 80er Jahren organisiert von Frank Drescher (Mitte Fahrerstand R.I.P.) als absolute Fun-Klasse. Später durfte ich helfenderweise bei der Orga dabei sein. Das Regelwerk war einfach: Es musste alles der Serie entsprechen, nur das Akkufach durfte modifiziert werden, um Stick-Akkus anstatt der teuren Tamiya Buckelakkus einzusetzen. Natürlich ist diese legendäre Spaßklasse das Vorbild und die Inspiration für die heutige Wheelie-Klasse, die im Rahmen des Tamico-Offroad-Cups gefahren wird.
Später wurde die Serie noch um eine Monster-Beetle-Klasse ergänzt und sie ist viele Jahre gelaufen. 1999 kam der Nachfolger Wild Willy 2 auf den Markt. Es mussten aber noch gut 10 Jahre vergehen, bis ich den "Zweier" endlich in meiner Garage hatte. Der Wild Willy 2 ist heute mein mit Abstand meistgefahrenes Auto.
Als 1990 mit Tamiya's Nissan King Cab das erste Rennfahrzeug mit großen Rädern auf den Markt kam, war ich gleich fasziniert von der Performance dieser Fahrzeuge auf den damals oft sehr unebenen Lehmstrecken.Den King Cab konnte ich mir damals nicht leisten, aber die großen Räder wurden schnell auf meinen Kyosho Ultima geschraubt. Dazu kam eine Vintage Pickup-Karosserie - fertig war der Renn-Monstertruck.
Offensichtlich gefiel das auch anderen ziemlich gut und so wurde schnell eine entsprechende Rennklasse organisiert, die damals schlicht "Monster" hieß.
Das Bild zeigt meinen Asso T3. Ein Beispiel für die vielen Nachfolger in der Truck-Klasse in der ich immer am Start war.
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Es war 1994. Tamiya hatte mit dem Blitzer Beetle und dem Stadium Blitzer gerade die Monster Truck Klasse mit einem etwas moderneren Chassis beschenkt, welches natürlich meine Aufmerksamkeit als Fan der dicken Räder erregt hat.Das Fahrzeug war zwar nicht so "professionell" wie es die Renntrucks inzwischen waren. Aber es funktionierte durchaus sehr gut. Im Onroad-Bereich florierte der Tamiya Euro-Cup prächtig. Nur im Offroad-Bereich gab es nichts vergleichbares. Also fasste ich mir irgendwann ein Herz und wendete mich mit meiner Idee, einen offiziellen Tamiya Blitzer Cup zu veranstalten, direkt an Tamiya. Der damalige Tamiya Deutschland-Chef Klaus Wamser fand die Idee gut und gab den Startschuss, nachdem ich mich bereit erklärt hatte, erst mal eine Testsaison in NRW zu veranstalten.
Es gab sogar offizielle Blitzer Cup-T-Shirts von Tamiya, mit einem Logo, welches extra für die Serie entwickelt wurde.Die Testsaison lief gut, aber nicht überragend, da wir doch gegen die starke Konkurrenz anderer Rennklassen anzukämpfen hatten und so lief der Cup im zweiten Jahr langsam aus. Meine Verbindung und der Kontakt zu Tamiya blieb aber bestehen und so konnte ich in der Folge auch in der 4WD Buggy-Klasse (mit dem Egress) und in der Monstertruck-Klasse (mit dem Dyna Storm) gewissermaßen "werksunterstützt" an den Start gehen.
Meinen Blitzer Beetle habe ich allerdings behalten. Er wurde wiederbelebt, als ich die Idee hatte, mit dem Fahrzeug in leicht modifizierter Form 2017 bei den Vintage RC Rennen gegen Asso & Co anzutreten.Heute ist die Blitzer-Klasse - genau wie die zuvor erwähnte Wheelie-Klasse Teil des Tamico Offroad Cups. Gute Ideen leben lange. 😉
In der nächsten Folge geht es weiter mit Rennserien bei denen ich meine Finger im Spiel gehabt habe.





















