Der Tamiya Monster Beetle hat bei mir eine lang Geschichte. Bereits in den frühen 90ern hatte ich einen - damals natürlich in der Originalversion. Und wie immer bei mir, wurde das Ding auch im Rennen eingesetzt. Der unvergessene Frank Drescher (R.I.P. Frank) hat damals Rennklassen im Westen der Republik zunächst für den originalen Wild Willy und dann auch für den Monster Beetle organisiert. Diese wurden zusammen mit den gängigen Buggyklassen gefahren und erfreuten sich großer Beliebtheit und hatten eine große Gefolgschaft.
Natürlich wurde das von den "richtigen" Rennfahrern schon damals nicht ernst genommen - und genau so war das ja auch gedacht. Rennenfahren aus Spaß - wo kämen wir denn da hin? 😅
Glücklicherweise gibt es ja heute den Tamico-Offroad- Cup, wo die Allermeisten einfach so aus Spaß teilnehmen. Denn Titel oder Weltruhm gibts ja nicht zu gewinnen.Und da ja die Wheely Klasse schon von Anfang an dort am Start ist, konnte es nicht lange dauern, bis irgendwer - vermutlich in aufgelockerter Stimmung und Zuhilfenahme von Hopfenbrause - die Idee hatte, man könne doch bei der 2026er Ausgabe des TOC in Kinzigtal mit eben diesem Monster Beetle an den Start gehen. Man hat zwar vermutlich keine Chance gegen die Stadium Blitzer oder Dyna Blaster, die in der Truck-Klasse starten, aber wen interessiert das schon? Wir können ja trotzdem in der Truck-Klasse starten, denn dort passt der Monster Beetle vom Reglement hier ja hin. Und der Beste Beetle-Fahrer gewinnt eben abends ein Bier - das reicht allemal als Preis.
Irgendwie fanden plötzlich immer mehr Gefallen an dieser Idee und wollten plötzlich in der Winterpause einen Monster Beetle bauen. Da gabs dann für mich auch keine Möglichkeit mehr, einen Rückzieher zu machen und plötzlich stand der große Karton in meinem Kofferraum. In meinem Fall wurde es eine "Black Edition", der schon mit schwarzer Karosserie und Chassisteilen und speziellen Aufklebern daher kommt. Das musste sein, weil mein Original aus den 90ern ja auch schwarz war, wie man oben auf dem Bild erkennen kann.Mit dem Zusammenbau habe ich mir wirklich viel Zeit gelassen. Und allein das Bemalen der Fahrerfigur (der Kopf wurde dem DT-04 Fahrer entliehen) dauerte gefühlt Tage...Technisch gibt's keine aufregenden Besonderheiten. Tuningteile sind keine drin...weil Spaß und so...
Kugellagersatz und vernünftige Dämpferdichtungen (die Weißen von Ruddog) sind Selbstverständlichkeiten. OK, den großen Servo-Saver von Kimbrough kann man vielleicht doch als Tuningteil bezeichnen, aber der originale Schlabber-Saver kommt mir in kein Auto.
Eigentlich war's das schon. Der Zusammenbau hat wirklich viel Spaß gemacht. Jetzt freue ich mich auf die erste Ausfahrt auf der schönen Lehmstrecke des EDC Kinzigtal.
Der sieht echt Mega aus und der Bericht ist sehr schön geschrieben.
AntwortenLöschenIhr habt mich jetzt auch mit dem Monstervirus infiziert.