Freitag, 9. Februar 2018

Neuer Blog für Spektrum-Freunde

Heute will ich mal den Video-Blog (Neudeutsch heisst das wohl Vlog) eines alten Freundes vorstellen.


Slatan Ervice - Tschechischer Kundendienst steht da augenzwinkernd auf seiner virtuellen Visitenkarte. Dazu ein serbisch/kroatisch klingender Name (der übrigens "der golgige" bedeutet...ob er das wohl wusste?) und ein ziemlich hamburgerisch kringender Schnack.

Ob der Name von S. Ervice nun ein Pseudonym oder mehr ein Künstlername ist...wir werden es wohl nie erfahren

Ich vermute mal das grimmig dreinschauende User-Foto will nur Kleinkinder abschrecken. Aber ich bin sicher...der will nur spielen. :-) Ich kann zumindest bestätigen: Wenn er die schwarze Kapuze auszieht, kommt austomatisch das Grinsegesicht zum Vorschein.

Auf dem Video-Blog geht es vornehmlich um wertvolle Tips & Tricks zu den Produkten von Spektrum und Horizon die man sonst nirgends findet. Die kurzen Videos sind sehr kompetent und unterhaltsam gemacht. Schaut einfach mal rein....und abonniert den Youtube-Kanal und greift so einem Neu-Youtuber ein wenig unter die Arme.

Hier könnt Ihr den Trailer seines Vlogs anschauen:

Sonntag, 7. Januar 2018

Projekt TT-02 S

Das neueste Projekt ist fertig. Ein TT-02S mit diversen Tuningoptionen.

Neben drei TT-01 habe ich noch einen "02er", den ich für die RC-Youngtimer-Trophy seinerzeit wieder von der "S-Version" auf den normalen TT-02 zurückgebaut habe, weil der Serien-S jeden Crash mit einem verstellten Fahrwerk quittierte und man das im harten Rennbetrieb nicht so gut gebrauchen kann.

Da der TT-02S aber zweifellos das bessere Fahrwerk hat, musste ich es einfach nochmal versuchen. Auch, das Fahrwerk zuverlässig und robuster zu bekommen.

Also wurde ein neues Chassis mit viel Ruhe und Liebe zum Detail aufgebaut. So wurden die Kabel des Reglers, der hier vor dem Akku sitzt, durch eine Öffnung im Chassistunnel unter dem Kardan durchgeführt, weil ich gerne eine saubere Installation habe und fliegende Kabel hasse. Diese sind oft ein Grund für Störungen und andere Probleme.

Folgende Komponenten wurden verbaut:

Der Regler ist ein Toro TS 120A, der auch bereits in meinen Offroad-Fahrzeugen gute Dienste verrichtet hat. Er lässt sich mit einem Bluetooth-Adapter komfortabel mit dem Handy einstellen.

Auf den Lüfter verzichte ich übrigens gerne. Zum einen hat der kleine Lüfter eh keinen großen Luftdurchlass und zum anderen ist bei den von mir verwendeten Motoren (17,5T und 13,5T) keine große Temparaturentwickung zu erwarten. Das schafft der Regler locker.

Das Servo ist ein HGM-SLP High Voltage von GM-Racing, welches auch in meinem Youngtimer-TT eingesetzt wird und aufgrund des sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnisses mehr als ein guter Geheimtip ist. Ein Alu-Servohorn von Yeah Racing reisst dann an der Lenkung.

Motoren werde ich verschiedene testen. Aktuell ist ein Ruddog 13,5T verbaut.

Bei Sender und Empfänger vertraue ich seit Jahren auf mein Spektrum System. DX4S Sender mit 4210 Empfänger.

Modifikationen am Chassis:

Mit dem C-Hub und den Achsschenkel aus Alu (Yeah Racing-Teile für den TRF 416) sollte ein Schwachpunkt der originalen "S"-Vorderachse deutlich verbessert werden

Die Kardanwellen stammen aus einem Yokomo YR-4. Die passen perfekt., sind aber an der äußeren Achse 3mm länger, so daß ich mittels zweier Scheiben eine Spurverbreiterung erreicht habe.

Gedämpft und gefedert wird mit den bekannten Alu-Einheiten von Yeah-Racing.

Die Alu-Kardanwelle ist das wichtigste Tuningteil an jedem TT. Es verringert die Unwucht die mit der serienmäßigen "Lakritzstange" ansonsten an Bord ist und hat gut 4-5g weniger an rotierenden Massen.

Die Lenkhebel sind nicht aus Alu. Hier war ich von der Alu-Lenkung von Yeah-Racing nicht überzeugt, da diese ziemlich viel Spiel hat. Also habe ich die (zudem noch leichteren) Lenkhebel aus dem TT-01E verwendet, die sich einfach mit Kugellagern ausrüsten lassen.

Und sonst noch?

Die Mini-Servohalter aus Alu stammen aus einem Team Magic-Tourenwagen.
Der Akkuhalter wurde aus zwei modifizierten Servohörnern gebastelt.
Der hintere Bumper wurde mit einer Dremel radikal bearbeitet.
Das vordere Diff wurde durch ein Spool (Starrachse) ersetzt. Bisher hatte ich dies im TT noch nie probiert. Sollte es nicht für mich passen, ist das normale Differential ja schnell wieder eingebaut.
Ein Kondensator (2200 mikrofarad 16V) glättet die Spannung am Empfänger die durch das starke Servo sehr belastet wird. Kann man sich für teures Geld bei einschlägigen RC Firmen kaufen, oder für 30ct. beim Elektronik-Handel. Servostecker dran gelötet - fertig! Ein kleines aber wichtiges Teil.

Bedeckelt ist der TT für's erste von dem wunderschönen Honda NSX von Tamiya, der mit eigenen Stickern und einem HPI Heckflügel zu einem spektakulären GT3 getrimmt wurde.

Hier werde ich aber sehr viel testen. Ich möchte mit diesem fahrzeug verschiedene Karosserien auf ihre Performance hin testen.

Auch diverse Tuningoptionen werde ich ausprobieren und auf meinen Stamm-.Rennstrecken mit der Zeitnahme testen.
Auf der kleinen, winkligen Hallenrennstrecke der Erftarena kenne ich mich ebenso gut aus wie auf der Aussenrennstrecke des MAC Meckenheim, wo ich dann in der warmen Jahreszeit testen werde.

Ich bin vielleicht nicht der allerschnellste Fahrer (der langsamste zzum Glück auch nicht) aber aufgrund meiner großen Erfahrung sehr konstant. Üblicherweise kann ich während eines Test-Laufs schon alle Runden innerhalb weniger Zehntelsekunden fahren.

Also kann ich sicher ein paar verwertbare Aussagen zu den getesteten Produkten machen, die den einen oder anderen von Euch hoffentlich ein wenig weiter bringen...vielleicht bleibt Ihr ja dran und schaut öfter mal rein hier ;)

Donnerstag, 28. September 2017

Three of five Rennmodus - Spannende Alternative

Seit Jahrzehnten werden die meisten Rennen im Elektro-RC-Car Bereich nach dem "Heart of America"-Modus ausgetragen.
Im Prinzip sind das 3 bis 5 Vorläufe mit Streichergebnissen, nach denen dann am Nachmittag die Finalläufe zusammengestellt werden. Die besten 8 - 10 kommen ins A-Finale, die zweitbesten ins B-Finale etc.

Nicht nur in meinen Augen ist dieser Modus nicht mehr zeitgemäß und relativ unspannend, da mehr als die Hälfte des Renntages damit verbracht wird, nur für sich alein gegen die Uhr zu fahren um dann irgendwann zu wissen, von wo man im Grid starten darf. Man versucht möglichst wenig Kontakt mit den anderen Auf der Rennstrecke zu haben und wenn, dann gibts oft Aufregung, weil das ja wertvolle Startpositionen kosten könnte.

Das ist nicht meine Idee von Rennen fahren. Rennen - das sind enge Fights um Positionen. Wer zuerst ins Ziel kommt, ist erster. Egal wie das Wetter ist, egal wie die Bahnverhältnisse sind. Gefahren wird gegen die anderen Fahrer - nicht gegen die Stoppuhr.

So ist irgendwann Anfang der 2000er im von mir mit organisierten NTC (NRW Touring Cup und NRW Truck Cup) folgendes System eingeführt worden, welches dann später ebenfalls u.a. im NRW Offroad Cup und in der RC-Youngtimer-Trophy verwendet wurde.

Bisher hatte es keinen einheitlichen Namen...wurde NORC-Modus oder Youngtimer-Modus genannt. Aber da Leute die in diesen Serien nicht Zuhause sind, damit nicht viel anfangen können, haben wir es im kleinen Kreis "three of five Modus" (3 von 5) genannt.

Es gibt nur einen 5-minütigen Qualifyer. Das darf natürlich beliebig erweitert werden, z.B. wenn am Vortag noch etwas mehr "Programm" stattfinden soll. Hier werden die 5 besten aneinander hängenden Runden gewertet und addiert. Alle mir bekannten Zeitnahmeprogramme beherrschen diesen Modus. Aus der anschließenden Rangliste ergeben sich die Startgruppen.

Alle Startgruppen fahren nun 5 Rennläufe. Die Fahrzeit orientiert sich dabei an der zur Verfügung stehenden Zeit. Bei den Youngtimern fahren wir z.B. zwischen 7 und 10 Minuten pro Lauf.

Nach jedem Rennlauf wird die aktuelle Rangliste nach Punkteregelung veröffentlicht, damit jeder zu jeder Zeit weiß wo er staht. Durch diesen Modus kann selbstverständlich ein Fahrer einer vermeintlich langsameren Startgruppe ganz oben in der Rangliste stehen.

Es werden die 3 besten Ergebnisse gewertet. Die Rangliste nach dem fünften Lauf ist also gleichzeitig das Endergebnis. Der Zeitnehmer stellt nach dem aktuellen Stand der Dinge bei den meisten Programmen den "Vorlaufmodus nach Punktewertung" ein.


Und was haben wir nun von diesem Modus?

- mehr Race-Time, weniger Qualifying
- wesentlich spannendere Rennen, denn es geht in jedem Lauf um die Platzierzung
- wesentlich höhere Motivation und nicht das Gefühl das Rennen bereits verloren zu haben, wenn das Quali mal nicht so lief.

Auch das VOREM2017 und die kommende Saison der RC-Youngtimer-Trophy wird wieder nach diesem Modus ausgetragen. Vielleicht schaut Ihr mal vorbei?

Freitag, 15. September 2017

Gelbe Dämpfer - jetzt auch in gut

Die älteren Buggys aus dem Hause Tamiya kamen oft mit den auffälligen gelben Kunststoffdämpfern. In den 80ern stellten diese eine wesentliche Verbesserung dar. Ausserdem hatten die ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Davon abgesehen daß die Federn nicht immer zum Auto passten, klemmten oft die Däpferkolben im Gehäuse und auch die Dichtungen waren nicht mit heutigen Exemplaren vergleichbar.

Mit den heutigen Erfahrungen habe ich versucht, die Dämpfer deutlich zu verbessern, damit man diese an diversen restaurierten Vintage-Fahrzeugen weiter verwenden kann.

Zuerst werden die Dämpfer in alle Einzelteile zerlegt.

Dann werden die dicken gelben Däpferkolben gegen die wesentlich dünneren schwarzen aus den tamioya CVA Tourenwagen-Dämpfern ersetzt. zwei 3mm Unterlegscheiben sorgen dafür, daß alles zwischen die beiden E-Clipse passt.

Das allein sorgt schon mal für eine wesentliche Verbesserung.

Die zweite wesentliche Verbesserung wird durch den Austausch der Dichtungen erreicht. Seit langem bin ich überzeugter Fan der weißen RDRP Dichtungen die ich früher schon einmal ausführlich getestet habe.

Für unter 5€ bekommt man 16 Dichtungsringe. Ausreichend also für 8 Dämpfer. (z.B. bei RC Kleinkram)

Ich habe die Dichtungen anders eingebaut wie vom Hersteller vorgesehen. Mit den schwarzen Dichtungen = Serie
Mit den weißen Dichtungen = neue Version.

Meiner Meinung nach wird die Leichtgängigkeit hierdurch nochmals verbessert.

Beim Zusammenbau verwende ich eine Dämpferzange wie diese von RDRP um die Dämpferstange nicht zu beschädigen.

Etwas vergleichbares gibt es natürlich auch von anderen Herstellern.

Am Ende alles wieder montieren, mit Dämpferöl befüllen (in meinem Fall 350er bei 2-Loch Kolben hinten und 3-Loch Kolben vorne) und sich wundern, wie fluffig die ollen gelben Plastikdämpfer nun funktionieren. :-)

Viel Spaß beim Nachbauen!

Mittwoch, 13. September 2017

Doppelwhopper

Im Vorfeld zum VOREM2017 haben sich auf wunderliche Weise immer mehr Vintage-Modelle bei mir versammelt. Nachdem ich endlich den tollen Wild Willy 2 fertig gestellt hatte, hatte ich irgendwie total Lust auf ein weiteres Stunt-Modell. Also schaute ich bei Ebay nach der bekannten Lunch-Box von Tamiya. Ich weiß nicht genau warum...aber plötzlich hatte ich zwei...Ihr kennt sowas sicher :D

Die eine kam mit originaler Karosserie mit Licht und die andere in fast Neuustand, aber ohne Karosserie. Beide zusammen waren günstiger als ein neues Modell.

Während die eine Lunchbox technisch eher serienmäßig bleiben soll, möchte ich an der anderen die eine oder andere Tuningoption ausprobieren. Sinn machts vielleicht nicht - aber Spaß. :-)

Karosseriemäßig hatte ich von Anfang an eine Vision, aber dazu später mehr....

Beide Fahrzeuge kamen mit den serienmäßigen Gleitlagern. Das ist natürlich das erste was man gegen Kugellager austauscht, wenn die Fahrzeuge gefahren werdenn sollen.

In der "Tuning-Box" war anstelle des Serienmotors der etwas kräftigere Sport Tuned Motor verbaut, der in etwa vergleichbar mit der aktuellen Carson Cup-Machine ist.

Die klassischen gelben Tamiya-Dämpfer sind zwar kult, aber gefallen hat mir die Funktion noch nie wirklich. Daher habe ich diese entsprechend meiner Erfahrungen mit diesen Dämpfern etwas überarbeitet. Dazu mache ich aber noch einen extra Artikel.

Als Regler kam ein LRP A.I.-Regler zum Einsatz. Ausserdem ein Standardservo. Da die Vorderachse ja eh sehr "leicht" ist, sollte das reichen.

Nachdem bei einem Auto Teile der Lenkung fehlten, wurde kurzerhand etwas schickes aus Alu von GPM geordert.

Die Teile machen einen wertigen uns sehr stabilen Eindruck und werden ganz sicher ihre Aufgabe perfekt erfüllen.

Nun aber zur "Oberbekleidung".
Ich hatte noch zwei '63er VW Bus-Karosserien von HPI rumfliegen die eigentlich auf ein M-Chassis gehören.

Aber hier passen sie wie die berühmte Faust auf's Auge. Der Radstand passt perfekt.

Einmal als Fensterbus...

...und einmal als Lieferwaren vom Porsche Renndienst. Die Vorlage hierfür habe ich gerade von Scalextric für meine Slotbahn bestellt :-)

Die Beschriftung wurde auf dem hauseigenen Schneideplotter erstellt.


Sind se nich hübsch? Selten war ich von meinem Werk so begeistert.
Ich hoffe die beiden gefallen Euch auch. Lasst gerne mal einen Kommentar da.