Montag, 14. Oktober 2019

Zu verkaufen!

Habe meine ZU VERKAUFEN-Seite mal wieder aktualisiert. Schaut doch mal rein.

Oder besucht auch meine Ebay-Kleinanzeigen-Seite, wo es immer wieder Artikel aus dem RC Car und Slotcar Bereich gibt.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Mad Fighter - verrückt!

Der Mad Fighter ist ein typisches Beispiel für das allererste ferngesteuerte Modell mit dem die meisten von uns das Hobby einst begonnen haben. Einfachste Machart mit simpler starrer Hinterachse und ebenso simpler Vorderachse, aber robust wie ein Panzer um die Misshandlungen zu überstehen die ein Fahranfänger nun mal nicht immer verhindern kann.

In meinem Fall war das erste Modell der legendäre Hornet in den 80ern. Ein Fahrzeug mit ganz ähnlichem Fahrwerk.

Und warum ist das gelbe Ding nun in meiner Sammlung wo ich doch schon einige Dekaden kein Anfänger mehr bin? Weil ich beim letzten VOREM 2019 jede Menge Spaß mit dem Fighter-Beetle hatte und ich das Projekt gerne nochmal aufgreifen wollte.

Da ich nach dem Rennen einige Ersatzteile benötigt habe kam es mir ganz recht, daß ich für schlappe 15 €uro ein zwar ziemlich grottiges aber intaktes und komplettes Fahrzeug erstehen konnte. Das sollte als Ersatzteilträger dienen. Damit war mein Chassis schnell wieder repariert.

Auch die lädierte Vorderachse war schnell wieder in Form.

Ja und wo ist nun die schöne Baja-Käfer-Karosserie abgeblieben?

Die Käfer-Karosserie passt einfach so wunderbar zu dem nächsten Projekt welches Ihr im nächsten Artikel kennen lernen werdet.

Da war es nur ein kleiner Schritt die originale Mad-Fighter Karosserie auf das Chassis zu setzen, denn das Chassis ist mit dem Fighter Buggy RX identisch.


Ja und warum setzen erwachsene Männer solche Einsteigerautos nun bei (Vintage-) Rennen ein? Obwohl man jede Menge Erfahrung mit wesentlich fortgeschritteneren Modellen hat?

Weil es ne Menge Fahrspaß bringt ein solches Simpel-Modell zu fahren als wäre es ein High-End Modell. Es einfach ignorieren wie bockig das Fahrwerk ist und die Fuhre durch jede Kurve zu prügeln als gäbe es kein Morgen.

Ich wette das haben die meisten von Euch noch nie versucht.😀

Auf jeden Fall ist der Fighter mit neuer alter Karosserie jetzt bereit für den nächsten Einsatz bei der Starrachs-Klasse des nächsten Vintage-Events.

Und beim nächsten Projekt gibts dann auch wieder etwas mehr Fahrwerk...und ein Wiedersehen mit dem Baja-Käfer.









Montag, 16. September 2019

Projekt Fighter Beetle - oder: Warum ist Tamiya das nicht eingefallen?

Die Starrachs-Klasse auf unserem Vintage Offroad Elektro-Meeting (VOREM) entwickelte sich prächtig. Immer mehr Autos tauchten auf der Starterliste auf, obwohl ein Auto mit der starren Hinterachse und der simplen Vorderache eigentlich alles andere als gut fährt - geschweige denn zum Rennen geeignet ist. Aber genau deswegen machen wir es trotzdem! 😃 Für viele waren diese Autos der erste Kontakt zu diesem Hobby. Vielleicht macht das den Reiz aus, nochmal damit zu fahren.

Seit Mitte der 90er schlummerte der Rest eines Fighter Buggy RX auf meinem Speicher. Das Fahrzeug war unser Teamfahrzeug bei den "700 Runden von Langenfeld". Ein Langstrecken-Teamrennen mit diesen sehr einfachen Fahrzeugen (der gelbe mit der Nr. 4 wars).

Der sollte also nun für mein "Projekt Fighter Beetle" herhalten.

Das Getriebe und alle beweglichen Teile wurden einer gründlichen Wartung unterzogen, die ollen Reibungsdämpfer rausgeschmissen und durch Öldruckdämpfer aus meinem Fundus ersetzt. Der mechanische Fahrtenregler (!) wurde durch einen Tamiya TBLE-02S ersetzt und der inzwischen klemmende Motor wich einer Carson Cup-Machine mit 19Z Stahlritzel.

Eine größere Rundumerneuerung erfuhr die Vorderachse die bei diesem Fahrzeug serienmäßig nur einfache Querlenker hat. Beim Einfedern verändern sich Spur und Sturz der Vorderräder derart stark, daß ein Geradeauslauf purer Zufall wäre.

Eine Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern könnte das deutlich verbessern - aber sowas gibts natürlich nicht als Tuningoption. Also Ersatzteilkisten plündern und selber bauen. Die Querlenker stammen von einem moderneren Fighter Buggy DT-03. Den Halter hatte ich sogar in Alu da. Das Ganze wird auf die Platte des Rammers geschraubt, nachdem man die Verstrebungen darauf entfernt hatte.

Fertig sieht es dann so aus.
Der Achsschenkel stammt ebenfalls vom DT-03 und der Lenkhebel mit Achse ist ein Originalteil (DT-01 hat hier das gleiche Teil wie ein DT-03)

Der obere Querlenker wurde aus einer Baumarkt Gewindestange M3 und zwei 5mm Kugelpfannen selbst geschnitzt.

Ich habe ein passendes Kohlefaserrohr aus dem Drachenladen drübergestülpt, damit die weiche Gewindestange sich beim harten Renneinsatz nicht verbiegt, was sich im späteren Renneinsatz noch als gute Idee herausstellen sollte.

So wie die Lenkstange hier angebracht ist, hatte das ganze aber eine ziemlich ungünstige Ackermann-Einstellung (unterschiedliche Einschlagwinkel des linken und rechten Rades bei Volleinschlag)

Also kam ich nach etwas rumprobieren mit dieser unorthodoxen Lenkgeometrie ums Eck. Der Querlenker und der Lenkhebel wird rumgedreht und die Lenkstange läuft nun vor dem Dämpfer entlang. Auch noch nicht perfekt - aber besser als vorher.

Ach ja...und natürlich kamen auch hier Öldämpfer zum Einsatz. Die günstigen aus Kunststoff die jeder Tamiya-Fan kennt.

Hätte ich die Original-Karosserie verwendet wäre ich jetzt fertig gewesen. Aber natürlich musste ein Baja-Käfer drauf.

Die englische Firma Kamtech stellt eine Lexan-Version des Tamiya Sand Scorcher-Deckels her, die erst mal an das Chassis angepasst werden musste.

Die Halterung für diese Karosserie war etwas kniffelig, weil ich nichts neues extra dafür kaufen wollte. Schließlich fand ich aber Karosseriehalter von einem HPI Mini RS4 die irgendwie passend gemacht wurden.

Etwas Mühe habe ich mit der Lackierung im farbenfrohen Baja-California-Style gemacht. Anschließend wurde mit zahlreichen Aufklebern noch passend dekoriert. Nicht ganz perfekt geworden. Aber ich finde, der "Fighter Beetle" kann sich sehen lassen.

Hätte Tamiya auch selber drauf kommen können, denn Käfer gehen immer, nicht wahr? 😍

Am Ende rannte der kleine Käfer wie die berühmte wilde Wutz und machte viel Freude. Beim hart umkämpften Rennen sprang am Ende sogar noch der dritte Platz heraus.

Die einfachen Buggys kamen auf dem Rennen super an und erinnerten daran, daß wir früher auch mit solchen Modellen viel Spaß hatten. Zur Nachahmung empfohlen! 😉

Mittwoch, 11. September 2019

Tamiya Lunchbox Lenkungs-Upgrade

Ich wollte hier nochmal ein kleines Upgrade für die berühmte Lunchbox von Tamiya vorstellen, welches ich bereits an meiner roten Racebox verbaut hatte.

Da ich jetzt auch das zweite Fahrzeug damit ausgerüstet habe zeige ich hier, was für mich das sinnvollste "Tuning" für dieses schnuckelige Modell ist.

Serienmäßig führen ja nur zwei kleine etwas unterdimensionierte Drähte zu den Lenkhebeln. Die winzigen 2mm Kugelpfannen springen bei jeder Gelegenheit gerne heraus. Lässt sich zwar immer schnell wieder einclipsen - muss aber nicht sein.

Von GRP wird ein sehr schön gemachtes und vor allem solides Tuningkit angeboten. Darin enthalten ein massiver Alu-Servosaver und einstellbare, eloxierte Alu Spurstangen mit links-rechts-Gewinde.

Ich habe dieses Kit bei einem bekannten Onlineshop bekommen, der sich auf die Tamiya-Produkte spezialisiert hat.

Der ganze Umbau braucht keine Viertelstunde.
Die Strebe über dem Servo mit 3 Schrauben entfernen. Den Servosaver durch die fertig vormontierte GRP-Einheit ersetzen...

Die Kugelköpfe in den Lenkhebeln entfernen und das Loch etwas aufbohren (ich habe hier einen 2,6mm Bohrer verwendet) und die Lenkstangen mit den beiliegenden 3mm Innensechskant-Schrauben befestigen. Mit der selbstsichernden Mutter sichern - fertig.

Sogar die richtige Länge der Lenkstangen war bereits vorhanden. Perfekt!

Eine absolute Empfehlung für die Freunde des beliebten Stunt-Fahrzeugs.

Samstag, 31. August 2019

And now for something completely different - Tamiya Mini 4WD

Dieses Zitat der berühmten "Monty Python"-Truppe passt genau auf dieses kleine Projekt.

Tamiya Mini 4WD - in Deutschland heutzutage weitgehend unbekannt - in Japan absoluter Kult!

Ein Exemplar dieser Fahrzeuge wurde mir kürzlich aus Japan mitgebracht. Natürlich eine kleine Kopie des Tamiya Top-Force den ich ja auch im Maßstab 1:10 mein eigen nenne.
An dieser Stelle nochmal vielen Dank an "youknowwhoyouare" 😉

Daher werde ich die kleinen Dinger an dieser Stelle mal vorstellen und nebenher zeigen wie mein "Top Force Evo RS" Modell gebaut wurde.

1982 kamen die kleinen Plastikbausätze von Tamiya auf den Markt. Ich hatte früher schon mal ein, zwei solcher Exemplare als man diese noch hierzulande bekommen konnte. Heute wären die Teile gesuchte Sammlerstücke für die man wohl mehrere 100€ zahlen würde.

Die Besonderheit ist, daß man zur Montage keinen Klebstoff benötigt. Die Basis-Spezifikationen sind bei allen Modellen gleich: Maßstab 1:32, Allradantrieb, Elektromotor in 180er Größe und 2 Batterien oder Akkus in AA-Größe. Oft gibt es eine optische Verwandtschaft zu den RC-Modellen von Tamiya - allerdings gibt es auch sehr kuriose Modellvarianten.

Ausserdem haben fast alle Modelle horizontale Rollen am vorderen und hinteren Rammer die dem Fahrzeug Führung und Fahrstabilität in den speziellen Mini4WD Tracks geben sollen.

Neben dem Sammeln der Modelle ist der wahre Sinn aber der Wettbewerb. Die Bahnen haben meist 3 oder 5 spuren die so angeordnet sind, daß die selbstständig fahrenden Fahrzeuge über Spurwechsel jede Spur einmal durchfahren. Ein Rennen hat also immer so viele Runden wie es Spuren auf dem Kurs gibt.

HIER gibt es einen Online-Mini 4WD Track-Editor.

So präsentiert sich der Inhalt des Kartons
der ca. Din A5-Format hat.
Der Reiz des Ganzen ist es, die Fahrzeuge mit unzähligen verfügbaren Tuningteilen und ein wenig Einfallsreichtum so zu optimieren, daß der Kurs schnellstmöglich durchfahren werden kann, ohne rauszufliegen. Die Fahrzeuge die dann bei den Rennen eingesetzt werden, sehen dann schon sehr futuristisch aus.

Dann fangen wir mal mit dem Zusammenbau an. 😊

Erst mal die Reifen auf die Felgen ziehen und hier den Motor in den Halter mit den Batteriekontakten einklipsen.

Nebenher wird die Karosserie mit den Stickern beklebt. und nach und nach die wenigen, sehr einfachen Bauschritte vollzogen.

Der Zusammenbau geht schnell und ohne Probleme vonstatten. Witziges Detail ist die winzige Fett-Tube. Daneben liegt eine M3-Schraube zum Größenvergleich.

In weniger als einer halben Stunde steht das fertige Chassis da. Auch wenn mein Fahrzeug vermutlich nie so eine Mini4WD-Bahn sehen wird, da diese Art des Modellbaus in Deutschland ja nicht existent ist, habe ich mich natürlich trotzdem darum bemüht daß alles sehr leichtgängig ist damit mein kleiner Top-Force ganz sicher ein Siegfahrzeug ist. 😁


Zum Schluss noch ein Video vom Japan Cup 2018, welches ganz gut zeigt, wie es im Land der aufgehenden Sonne bei den Events ab geht.