Mittwoch, 14. November 2018

Nicht-Lexan-Farbe auf Lexan verwenden.

Bildquellen: Tamiya
Die Auswahl an Tamiya Lexan-Farbe ist zwar groß, aber es bleiben oft noch Wünsche offen. Jeder von Euch hat sicher schon mal eine Farbe gesehen die er gerne als Lexanfarbe gehabt hätte.

Dazu habe ich kürzlich einen guten Tip bekommen, den ich jetzt mal ausprobiert habe.

Das Zauberzeug ist Tamiya's PS-55 'Flat Clear'. Eigentlich gedacht um Lexankarosserien von Aussen zu lackieren um den modernen "Mattlook" zu erzeugen.

"Grundiert" man die Karosserie mit diesem Klarlack, (eine dünne Schicht reicht) haftet jeder normale Acryllack sehr gut darauf und erhält vor allem die für Lexan gewünschte Elastizität.

Wichtig ist natürlich immer, daß man die Farbe nicht zu dick aufträgt. Oft genügen schon 2 dünne Schichten für ein gut deckendes Ergebnis. Probiert's mal aus. Ihr werdet überrascht sein!

Vielleicht schreibt Ihr mir Eure Erfahrungen ja auch unten in die Kommentare.

Update 14. November 18: Ich habe meine Protoform Corvette Karosserie genau nach dieser Methode lackiert. Der grüne Metallic-Ton ist von Tamiya nur als "TS"-Farbe (also normaler Acryl-Lack, eigentlich nicht für Lexan) erhältlich.
Mit PS-55- Grundierung hält die Farbe nun schon seit einem halben Jahr im Renneinsatz ohne jeden Farbabplatzer.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Mein Renner für die Vintage Trans Am Klasse

Nachdem ich meinen Tamiya TB-03 ja schon einmal kurz vorgestellt hatte, will ich heute das rennfertige Fahrzeug noch einmal etwas genauer zeigen.

Starten soll das Fahrzeug in der "Vintage Trans Am" Klasse, die im Rahmen der "RCK Kleinserie" deutschlandweit ausgetragen wird.

Vintage Trans Am...das hat natürlich auch ein originales Vorbild. In den USA sind das Tourenwagen der 60er bis 70er Jahre amerikanischer Herkunft mit dicken V8 Blubbermotoren und eher rustikalen Fahrwerken die ihre liebe Mühe mit der vielen Leistung haben.

In den USA gibt es diese Klasse seit einigen Jahren auch im Maßstab 1:10. Möglichst offenes technisches Reglement mit streng reglementierten Motoren und Reifen. Genau so läuft es ab Herbst 2018 nun auch in Deutschland.


Da die Leistung und die Untersetzung begrenzt ist, kann man durchaus ältere Chassis einsetzen (so zumindest der Hintergedanke). Da sollte sich mein Oldie also in bester Gesellschaft befinden.

Der Tamiya TB-03R stammt aus dem Jahr 2008.


Er wurde aber später mit einem Kohefaser-Umbau von 3-Racing upgegradet. Mitte 2018 kam das Fahrzeug in meine Sammlung weil ich das Chassis vor allem wegen der einzigartigen Pushrod-Vorderachse interessant finde. Die hat sich im Rennbetrieb zwar nicht durchgesetzt, aber ich werde es dennoch wagen.

Den Regeln entsprechend wird das Fahrzeug von einem Ruddog 17,5T Motor befeuert, der 6,8:1 untersetzt werden darf.

Als Regler arbeitet ein Toro TS50 - eine der preiswertesten Möglichkeiten für einen echten Wettbewerbsregler.

Die Lenkung übernimmt mein zuverlässiges Savöx 1257TG. Das kleine rote Kästchen auf dem Bild ist der Transponder für die Zeitnahme.
Die Fernsteuerung ist seit Jahren eine Spektrum DX4S mit dem winzigen SR2010 Empfänger.

Neuigkeiten gibts auf der Akkuseite. Hier sollen in Zukunft die neuen Voltax 120C HV LCG Lipo-Akkus aus dem Hause Corally für Leistung sorgen. Ob die Akkus mit dem sperrigen Namen auch halten was sie versprechen, wird sich beim nächsten Einsatz zeigen.

Interessant in dieser Rennklasse sind die Reifen. Diese sind optisch einem klassischen Rennreifen nachgebildet und von HPI oder Protoform erhältlich. Die Performance ist über viele Rennen sehr konstant und sie fahren sich etwas "runder" als moderne Rennreifen.

Speziell mit dem HPI-Classic-Reifen konnte ich über viele Jahre in der HPI-Classic Challenge und später über 5 Jahre in der RC Youngtimer Trophy sammeln. Ich gehe mal davon aus, daß mir das auch in der VTA-Klasse hilft.

Übrigens ist das Reglement der neuen Serie so ausgelegt, daß ein Start in der "VTA" sowohl mit einem "alten" Youngtimer-Fahrzeug als auch mit einem immer noch aktuellen HPI Classic Challenge Fahrzeug mit nur sehr wenigen Anpassungen möglich ist. Die zugelassenen Karosserien werden/wurden ja eh in beiden Serien oft eingesetzt.

Sowohl der HPI Sprint 2 als auch der HPI Sport 3 aus der Challenge sollten auf Anhieb konkurrenzfähig sein. Ruddog- Motor rein und los gehts. Man sieht sich auf der Strecke 😋





Montag, 8. Oktober 2018

Alles was man wissen muss: TT-01 / TT-02 - Teil 1: Die Versionen

Der TT-01 und dessen Nachfolger TT-02 von Tamiya sind die meistverkauften und erfolgreichsten RC Car Modelle des laufenden Jahrtausends. Es gibt sie jeweils in unterschiedlichen Versionen und Ausführungen.

Aufgrund des niedrigen Preises und der einfachen Ausstattung eignen sie sich natürlich perfekt für den Einstieg in das RC Car Hobby. Aber kaum ein anderes Modell wird auch so häufig im RC Wettbewerbsbereich eingesetzt wie der gute alte "TT". Es gibt Rennserien die ganz speziell für dieses Modell ausgelegt sind. Aber auch gegen andere Modelle schlägt dieses Chassis sich mit der richtigen Vorbereitung sehr gut.

Wir wollen hier die täglich immer wiederkehrenden Fragen zu diesen Modellen beantworten und später auch das Vorbereiten des TT für den Wettbewerb beschreiben. Wie immer gibt es nicht nur eine Antwort auf jede Frage und nicht nur einen Weg zum Ziel. Wenn man das Nachfolgende beachtet, ist man aber auf jeden Fall auf einem sehr guter Weg.

Allen TT-Modellen gemeinsam (sofern nicht anders angegeben) sind folgende technische Daten:
Radstand: 257mm, Breite: 185mm, 4WD-Antrieb

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Ausführungen und Varianten:

TT-01 - Das "Ur-Modell". Erschienen im März 2003 als Ferrari Enzo. Unzählige Karosserievarianten folgten.

TT-01R - "Rennversion" Erschienen im Juni 2005, mit Kugellagern, Alu-Kardanwelle und CVD-Öldämpfern.

TT-01D - (Drift Spec) Erschienen im Juli 2005, mit Kugellagern, CVD-Öldämpfern, Sport Tuned Motor und Alu-Kühlkörper sowie 24mm Drift-Reifen.

TT-01 Type E - (E wie Evolution) Weiterentwicklung des TT-01. Erschienen im März 2008. Updates beinhalteten u.a. verbesserte Kunststoffe in einigen Bauteilen, Topdeck, verbesserte Lenkung vom TA-05, wartungsfreundlichere Getriebegehäuse und neue Dämpferbrücken.

TT-01D Type E - Drift-Version des "E-Modells". Erschienen im Mai 2009. Mit Kugellagern, CVD-Öldämpfern, Sport Tuned Motor und Alu-Kühlkörper sowie 24mm Drift-Reifen.

TT-01R Type E - "Rennversion" des E-Modells. Erschienen im November 2010. Mit 28T Tuning-Motor, Kugellagern, 2° Vorspur-Hinterachsschenkel, Alu-Mittelkardanwelle, einstellbaren oberen Querlenkern, CVD-Öldämpfern. Dieses Modell ist die technisch hochwertigste Ausführung der TT-01E-Baureihe.

Bis heute erscheinen immer noch Modelle mit dem beliebten TT-01E-Chassis. Die Ersatz- und Tuningteilversorgung ist immer noch sehr gut und durchgängig im Fachhandel zu bekommen.

TT-02 - Nachfolgemodell des TT-01E, Erschienen im März 2013. Wesentliche Unterschiede zum TT-01 sind: Motor auf der rechten Seite (TT-01 = Motor links), neue, wartungsfreundliche Getriebegehäuse, neue Fahrwerksteile, 2 verschiedene Radstände, leichtere Differentiale mit Kunststoff-Kegelrädern, flachere Chassiswanne die jetzt auch eckige Lipo-Akkus aufnimmt, neuer Motorhalter mit mehr Untersetzungsmöglichkeiten.

TT-02B - Offroad-BuggyVersion des TT-02 Erschienen im Juni 2013 mit Buggy-Rädern, längeren Querlenkern, Radstand 266mm.

TT-02D - (Drift Spec). Erschienen im Januar 2014, mit Drift Reifen, CVD-Öldämpfern und neuen grauen Kunststoffteilen aus robusterem Kunststoff. (Empfehlung auch für andere TT-02-Modelle!), Alu Akkuhalter, Sport-Tuned-Motor mit Alu Kühlkörper.

TT-02 Type S - (Sport-Version) Erschienen im Februar 2015. Die Empfehlung für Wettbewerbseinsätze! Der "S" enthält ein neues, vielfach einstellbares Fahrwerk mit Stahl-Aufhängungsstiften, welches z.B. im TA-05, FF-03 oder auch im TRF 416 verwendet wurde. 3° Vorspur an der Hinterachse ist serienmäßig. CVD-Öldämpfer, 3mm FRP-Dämpferbrücken, einstellbare obere Querlenker und Spurstangen, Metall-Kugelköpfe und verbesserte Kugelpfannen, Metall Antriebsknochen und Diff-Ausgängen, sowie Kugellager sind im Serienumfang enthalten.

TT-02T - (Offroad-Truck) Erschienen im Februar 2015. Das Chassis entspricht bis auf die größere Offroad-Bereifung dem Standard-TT-02.

TT-02R - (Rennversion) Erschienen im März 2015. Für den Renneinsatz enthält der "R" eine Alu-Antriebswelle, 3° Alu-Achsschenkel an der Hinterachse, Alu-Motorhalter, CVD-Öldämpfer mit schwarzen Federn, Einstellbaren Alu-Spurstangen und Metall Antriebsknochen und Diff-Ausgängen. Ausserdem ist das "Speed-Gear Set" (zusätzliches 68Z Hauptzahnrad mit Alu-Halter für mehr Untersetzungsmöglichkeiten) im Baukasten enthalten.

TT-02B MS - Verbesserte Buggy-Version, Erschienen im Juli 2015, mit Alu-Mittelkardanwelle, Alu-Antriebswellen und Diff-Ausgängen, CVD-Öldämpfer, FRP-Dämpferbrücken, Aluminium-Achsschenkel und einstellbare obere Querlenker.

TT-02D Type S - Verbesserte Drift-Version, Erschienen im Juli 2015. Neben dem oben erwähnten "S"-Fahrwerk und den FRP-Dämpferbrücken und CVD-Öldämpfern enthält der Baukasten noch Kugellager, den Sport-Tuned Motor und Alu-Kühlkörper und natürlich die bekannten 24mm Drift-Reifen.




In Teil 2 findet Ihr die Fragen und Antworten rund um die TT-Chassis

Donnerstag, 27. September 2018

Servoaussetzer und Empfängerprobleme - fixed!

Neben dem Motor erkennt man den Kondensator
Die heutigen High-Power Servos die in unseren RC Cars auf der Lenkung arbeiten, haben einen recht hohen Stromverbrauch. Dazu kommt, daß der vom Regler gelieferte BEC-Strom nur bei manchen Reglern ausreichende 3Ampere liefert. Oft sind es nur 1,5A, was etwas schwach ist.

Wenn so ein Servo unter Vollausschlag schon einmal auf Anschlag läuft, kann der Stromverbrauch höher sein als der Regler liefert. Es kommt zum Zusammenbruch der Versorgungsspannung.  Manchmal geht der Empfänger in "Fail Safe Mode" und nimmt sich ein paar Sekunden Auszeit bis alles wieder hochgefahren ist.

Um das zu verhindern kann man teure Powerkondensatoren der gängigen RC Car Hersteller nehmen und dafür bis zu 10€ zahlen... oder man geht in den bekannten Elektronikhandel mit dem großen "C" und kauft sich für ein paar Cent einen Kondensator 16V 1000 - 2200mF (mikrofarad).

Ich habe beide Varianten ausprobiert - beide tun ihren Dienst ohne feststellbare Unterschiede.

Die beide des Kondensators werden dann mit Servo-Stecker verlötet (Achtung: auf richtige Polung achten. Minus ist immer der äußere Kontakt, plus der mittlere). Mit Schrumpfschlauch isolieren - Fertig!
Anschließend steckt man das Teil auf eine freie Buchse des Empfängers und sollte normalerweise fortan von Aussetzern und Störungen befreit sein.

Ein schnelles, günstiges, aber wirksames Zwischendurch-Projekt! Viel Spaß beim nachbauen!

Sonntag, 9. September 2018

Porsche GT2 Chassis fertiggestellt

Die neue RCK Kleinserie beginnt zwar erst im Oktober, aber das nächste Fahrzeug für die Rennserie ist fertig.

Der Tamiya TA-02SW Chassis wird in der  Porsche GT2 Serie eingesetzt und ist entsprechend des eng gesteckten Reglements komplett serienmäßig gebaut.

Die Abstimmung des Fahrzeugs kann lediglich über die Federvorspannung und unterschiedliche Dämpferöle sowie die Vor- bzw. Nachspur der Vorderachse erfolgen.

Die Untersetzung wird mittels dem Tamiya Speed-Getriebe auf 69 : 23 gebracht um die maximal erlaubte Untersetzung auszunutzen.

Eine neue Karosserie folgt noch. Vielleicht wird ja auch zunächst die alte Karo im Jever-Design eingesetzt.


Folgende Technik wurde verbaut:
Motor:    Tamiya Torque Tuned
Regler:   Hobbywing 1060
Servo:    Turnigy 1250TG
Akku:     NVision 4500
RC:        Spektrum