Montag, 8. Oktober 2018

Alles was man wissen muss: TT-01 / TT-02 - Teil 1: Die Versionen

Der TT-01 und dessen Nachfolger TT-02 von Tamiya sind die meistverkauften und erfolgreichsten RC Car Modelle des laufenden Jahrtausends. Es gibt sie jeweils in unterschiedlichen Versionen und Ausführungen.

Aufgrund des niedrigen Preises und der einfachen Ausstattung eignen sie sich natürlich perfekt für den Einstieg in das RC Car Hobby. Aber kaum ein anderes Modell wird auch so häufig im RC Wettbewerbsbereich eingesetzt wie der gute alte "TT". Es gibt Rennserien die ganz speziell für dieses Modell ausgelegt sind. Aber auch gegen andere Modelle schlägt dieses Chassis sich mit der richtigen Vorbereitung sehr gut.

Wir wollen hier die täglich immer wiederkehrenden Fragen zu diesen Modellen beantworten und später auch das Vorbereiten des TT für den Wettbewerb beschreiben. Wie immer gibt es nicht nur eine Antwort auf jede Frage und nicht nur einen Weg zum Ziel. Wenn man das Nachfolgende beachtet, ist man aber auf jeden Fall auf einem sehr guter Weg.

Allen TT-Modellen gemeinsam (sofern nicht anders angegeben) sind folgende technische Daten:
Radstand: 257mm, Breite: 185mm, 4WD-Antrieb

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Ausführungen und Varianten:

TT-01 - Das "Ur-Modell". Erschienen im März 2003 als Ferrari Enzo. Unzählige Karosserievarianten folgten.

TT-01R - "Rennversion" Erschienen im Juni 2005, mit Kugellagern, Alu-Kardanwelle und CVD-Öldämpfern.

TT-01D - (Drift Spec) Erschienen im Juli 2005, mit Kugellagern, CVD-Öldämpfern, Sport Tuned Motor und Alu-Kühlkörper sowie 24mm Drift-Reifen.

TT-01 Type E - (E wie Evolution) Weiterentwicklung des TT-01. Erschienen im März 2008. Updates beinhalteten u.a. verbesserte Kunststoffe in einigen Bauteilen, Topdeck, verbesserte Lenkung vom TA-05, wartungsfreundlichere Getriebegehäuse und neue Dämpferbrücken.

TT-01D Type E - Drift-Version des "E-Modells". Erschienen im Mai 2009. Mit Kugellagern, CVD-Öldämpfern, Sport Tuned Motor und Alu-Kühlkörper sowie 24mm Drift-Reifen.

TT-01R Type E - "Rennversion" des E-Modells. Erschienen im November 2010. Mit 28T Tuning-Motor, Kugellagern, 2° Vorspur-Hinterachsschenkel, Alu-Mittelkardanwelle, einstellbaren oberen Querlenkern, CVD-Öldämpfern. Dieses Modell ist die technisch hochwertigste Ausführung der TT-01E-Baureihe.

Bis heute erscheinen immer noch Modelle mit dem beliebten TT-01E-Chassis. Die Ersatz- und Tuningteilversorgung ist immer noch sehr gut und durchgängig im Fachhandel zu bekommen.

TT-02 - Nachfolgemodell des TT-01E, Erschienen im März 2013. Wesentliche Unterschiede zum TT-01 sind: Motor auf der rechten Seite (TT-01 = Motor links), neue, wartungsfreundliche Getriebegehäuse, neue Fahrwerksteile, 2 verschiedene Radstände, leichtere Differentiale mit Kunststoff-Kegelrädern, flachere Chassiswanne die jetzt auch eckige Lipo-Akkus aufnimmt, neuer Motorhalter mit mehr Untersetzungsmöglichkeiten.

TT-02B - Offroad-BuggyVersion des TT-02 Erschienen im Juni 2013 mit Buggy-Rädern, längeren Querlenkern, Radstand 266mm.

TT-02D - (Drift Spec). Erschienen im Januar 2014, mit Drift Reifen, CVD-Öldämpfern und neuen grauen Kunststoffteilen aus robusterem Kunststoff. (Empfehlung auch für andere TT-02-Modelle!), Alu Akkuhalter, Sport-Tuned-Motor mit Alu Kühlkörper.

TT-02 Type S - (Sport-Version) Erschienen im Februar 2015. Die Empfehlung für Wettbewerbseinsätze! Der "S" enthält ein neues, vielfach einstellbares Fahrwerk mit Stahl-Aufhängungsstiften, welches z.B. im TA-05, FF-03 oder auch im TRF 416 verwendet wurde. 3° Vorspur an der Hinterachse ist serienmäßig. CVD-Öldämpfer, 3mm FRP-Dämpferbrücken, einstellbare obere Querlenker und Spurstangen, Metall-Kugelköpfe und verbesserte Kugelpfannen, Metall Antriebsknochen und Diff-Ausgängen, sowie Kugellager sind im Serienumfang enthalten.

TT-02T - (Offroad-Truck) Erschienen im Februar 2015. Das Chassis entspricht bis auf die größere Offroad-Bereifung dem Standard-TT-02.

TT-02R - (Rennversion) Erschienen im März 2015. Für den Renneinsatz enthält der "R" eine Alu-Antriebswelle, 3° Alu-Achsschenkel an der Hinterachse, Alu-Motorhalter, CVD-Öldämpfer mit schwarzen Federn, Einstellbaren Alu-Spurstangen und Metall Antriebsknochen und Diff-Ausgängen. Ausserdem ist das "Speed-Gear Set" (zusätzliches 68Z Hauptzahnrad mit Alu-Halter für mehr Untersetzungsmöglichkeiten) im Baukasten enthalten.

TT-02B MS - Verbesserte Buggy-Version, Erschienen im Juli 2015, mit Alu-Mittelkardanwelle, Alu-Antriebswellen und Diff-Ausgängen, CVD-Öldämpfer, FRP-Dämpferbrücken, Aluminium-Achsschenkel und einstellbare obere Querlenker.

TT-02D Type S - Verbesserte Drift-Version, Erschienen im Juli 2015. Neben dem oben erwähnten "S"-Fahrwerk und den FRP-Dämpferbrücken und CVD-Öldämpfern enthält der Baukasten noch Kugellager, den Sport-Tuned Motor und Alu-Kühlkörper und natürlich die bekannten 24mm Drift-Reifen.




In Teil 2 findet Ihr die Fragen und Antworten rund um die TT-Chassis

Donnerstag, 27. September 2018

Servoaussetzer und Empfängerprobleme - fixed!

Neben dem Motor erkennt man den Kondensator
Die heutigen High-Power Servos die in unseren RC Cars auf der Lenkung arbeiten, haben einen recht hohen Stromverbrauch. Dazu kommt, daß der vom Regler gelieferte BEC-Strom nur bei manchen Reglern ausreichende 3Ampere liefert. Oft sind es nur 1,5A, was etwas schwach ist.

Wenn so ein Servo unter Vollausschlag schon einmal auf Anschlag läuft, kann der Stromverbrauch höher sein als der Regler liefert. Es kommt zum Zusammenbruch der Versorgungsspannung.  Manchmal geht der Empfänger in "Fail Safe Mode" und nimmt sich ein paar Sekunden Auszeit bis alles wieder hochgefahren ist.

Um das zu verhindern kann man teure Powerkondensatoren der gängigen RC Car Hersteller nehmen und dafür bis zu 10€ zahlen... oder man geht in den bekannten Elektronikhandel mit dem großen "C" und kauft sich für ein paar Cent einen Kondensator 16V 1000 - 2200mF (mikrofarad).

Ich habe beide Varianten ausprobiert - beide tun ihren Dienst ohne feststellbare Unterschiede.

Die beide des Kondensators werden dann mit Servo-Stecker verlötet (Achtung: auf richtige Polung achten. Minus ist immer der äußere Kontakt, plus der mittlere). Mit Schrumpfschlauch isolieren - Fertig!
Anschließend steckt man das Teil auf eine freie Buchse des Empfängers und sollte normalerweise fortan von Aussetzern und Störungen befreit sein.

Ein schnelles, günstiges, aber wirksames Zwischendurch-Projekt! Viel Spaß beim nachbauen!

Sonntag, 9. September 2018

Porsche GT2 Chassis fertiggestellt

Die neue RCK Kleinserie beginnt zwar erst im Oktober, aber das nächste Fahrzeug für die Rennserie ist fertig.

Der Tamiya TA-02SW Chassis wird in der  Porsche GT2 Serie eingesetzt und ist entsprechend des eng gesteckten Reglements komplett serienmäßig gebaut.

Die Abstimmung des Fahrzeugs kann lediglich über die Federvorspannung und unterschiedliche Dämpferöle sowie die Vor- bzw. Nachspur der Vorderachse erfolgen.

Die Untersetzung wird mittels dem Tamiya Speed-Getriebe auf 69 : 23 gebracht um die maximal erlaubte Untersetzung auszunutzen.

Eine neue Karosserie folgt noch. Vielleicht wird ja auch zunächst die alte Karo im Jever-Design eingesetzt.


Folgende Technik wurde verbaut:
Motor:    Tamiya Torque Tuned
Regler:   Hobbywing 1060
Servo:    Turnigy 1250TG
Akku:     NVision 4500
RC:        Spektrum

Dienstag, 4. September 2018

Optima im Renneinsatz

Am 2. September 2018 fand in Langenfeld das VOREM (Vintage Offroad Elektro Meeting) statt. Natürlich war mein Optima als ältestes meiner fahrfertigen Modelle auch im Einsatz in der Klasse 80's 4WD.

Nachdem ich vorher noch einen defekten Diffausgang repariert hatte und anstatt eines 17,5T wie im letzten Jahr nun einen 13,5T Brushlessmotor eingebaut habe, konnte es los gehen.

Natürlich mit dem originalen Kettenantrieb und alten original Getriebeteilen.

Ich darf vorweg nehmen - der Opti hat den ganzen Tag ohne Probleme durchgehalten!

Nur einmal ging eine Mutter verloren und bei einem Überschlag wurde die hintere Dämpferbrücke verbogen. Aber die Oldschool-Aluteile konnte man wunderbar schnell wieder richten.

Zugegebenermassen - ich habe mir vorher ein paar Sorgen um den betagten Antrieb gemacht. Aber das war völlig unbegründet.

Warum habe ich einen 13,5T BL-Motor eingesetzt? Weil dieser einfach besser zu untersetzen ist als ein 17,5T mit seinem niedrigen Drehzahlniveau und dem großen Drehmoment.

Womit ich nicht 100%ig zufrieden war, waren die Reifen vom Re-Release-Optima. Also der aktuell verfügbaren Wiederauflage des Modells.

Mit dem hohen Querschnitt und den langen Noppen passten die nicht wirklich gut zur Strecke. Zuviel Grip für das alte Fahrwerk.

Aber mangels Alternativen habe ich diese trotzdem den ganzen Tag eingesetzt.

Sieht auch einfach besser aus als eine moderne Bereifung, nicht wahr? Jetzt wo der Opti erst mal wieder ins Regal kommt, baue ich vielleicht doch mal einen zeitgenössischen Reedy-Motor mit dazu passendem Regler ein...mal sehen was ich noch so finde :)

Opti keeps on racing!

Dienstag, 24. Juli 2018

Tamiya Fox beim VOREM2017

Beim ersten Vintage Offroad Elektro Meeting 2017 war es dann soweit. Nach nur einem kurzen Funktionstest musste der neu renovierte Original-Fox aus den 80ern zeigen, ob er's noch kann.

Und wie er's noch konnte! Ich war sehr überrascht über die sehr guten Fahrleistungen die in dem Oldie steckten. Auch die aus heutiger Sicht mehr als unkonventionelle Vorderachse mit dem querliegenden Dämpfer funktionierte so gut daß es nicht notwendig war, griffigere Vorderreifen aufzuziehen.

Am Ende wurde es der 6. Platz in der Klasse 80's 2WD. Damit war ich mehr als zufrieden. Zumal mir im zweiten Finallauf der Servosaver gebrochen ist. Der Schaden sollte für den Einsatz im VOREM2018 schnell zu beheben sein. Dann kann er's nochmal zeigen. 😉

Bild 2+3 von Ralf Loch.
HIER könnt Ihr nochmal lesen wie es losging mit dem Fox.