Montag, 29. Dezember 2014

Testfahrt Gulf Porsche 911 von Flyslot

Ich habe mir vor kurzem den Gulf Porsche 911 RSR (Carlos Sainz) von Flyslot zugelegt, weil ich Gulf-Racing Modelle sammle und das Teil ganz hübsch aussieht. Aber was für eine miese Qualität!
Der Motor konnte sich nicht drehen...die Hinterachse klemmte. 

Es war ein 12er Ritzen drauf und ich hab herausgefunden daß es erst mit 2 Zähnen weniger ein Zahnflankenspiel hat, daß es dem Motor möglich macht, zu arbeiten. Dazu kommt, daß die Hinterachse auch ohne den eingebauten Motor so schwer läuft, daß man so niemals etwas anderes als ein Regalmodell haben würde, wenn man da nicht einiges an Arbeit (oder besser noch ein ganz anderes Chassis) reinsteckt.

Wenn ich andere Berichte zu den Fahrzeugen des Herstellers lese, scheint mir das eine Marke zu sein, um die man besser einen weiten Bogen drum macht. Ich meine...wenn ich ein Vitrinenmodell haben wollte, würde ich Die-Cast Modelle kaufen. Die sind billiger. Meine Slotcars werden alle gefahren.

Habt Ihr Eure Flyslot-Autos gut zum laufen gebracht (und wie)?

Aus Ruhrschlefe wird Südschleife - oder auch "der zweite Versuch"

Wie jedes Jahr in der kalten Jahreszeit wächst der Wunsch, nun endlich mit (m)einer fest aufgebauten Slot-Rennbahn voran zu kommen. Aufgrund meines Umzugs musste die noch nicht fertig gestellte Ruhrschleife abgebaut werden und soll nun als "Südschleife" mit neuem Layout wieder neu entstehen.

Der Name leitet sich natürlich von der schönsten Rennstrecke der Welt, der Nürburgring-Nordschleife ab und daher, daß der Ortsteil in dem ich nun wohne schlicht "Süd" heisst.

Layout der geplanten "Südschleife" (klick für größere Ansicht)
Schienensystem ist nach wie vor Scalextric Digital. Der zur Verfügung stehende Platz ist 420 x 120cm. Das Ganze soll nachher optisch ansprechend mit viel Landschaftsbau verschönert werden. Daher habe ich auch nicht den kompletten Platz "zugebaut". Beide Spuren sind exakt 13,89m lang. 

Gerne würde ich noch zwei der alten Scalex-Kurvenweichen einbauen (wenn ich noch welche finde)
Der einzige unsichere Punkt wo ich noch zweifle ist die Haarnadelkurve mit 1er Kurven. Ich möchte an sich gerne ne Haarnadel haben, weil es eben "realistisch" ist, aber ich weiß noch nicht wie gut sich das Fahren lässt. Optisch soll das dann mal aussehen wie das legendäre Karussell am Nürburgring.

Sobald der Bau begonnen hat, werde ich davon berichten.


Montag, 7. Juli 2014

HowTo: Crawler-Räder aufbleien

Bei (Scale-)Crawlern empfiehlt es sich, den Schwerpunkt so tief wie möglich zu bauen und ausserdem das Gesamtgewicht zu erhöhen. Am besten bringt man dazu zusätzliche Gewichte in den Felgen an.

Ich habe dazu Auswuchtgewichte genommen, die ich von meinen freundlichen Jungs vom örtlichen ATU bekommen habe. Eine nette Anfrage und eine kurze Erklärung, daß ich die für Modellbau brauche - und schon hab ich zwei Meter neue Klebegewichte bekommen. Diese sind übrigens heutzutage nicht mehr aus Blei (weil giftig!), sondern aus einer Zink-Legierung. Ein Stück wiegt jeweils 5 Gramm.

Da die Gewichte selbstklebend sind, ist es recht einfach. die auf den Felgen anzubringen. neun mal 2 Gewichte übereinander macht 90 Gramm, plus Felge macht 101Gramm. Diese leichtere Version kommt in die Hinterräder.

Vorne wird etwas mehr Gewicht verbaut. Da wird die obere Etage dann quer aufgeklebt, damit mehr Gewicht ins Rad passt. 138 Gramm sind's für die vordere Felge.

Anschiessend werden die Gewichte aussenrum sorgfältig mit Klebeband umwickelt, damit diese beim Fahren nicht fliegen gehen.

Bevor die Einlage in den Reifen kommt, wird sie in regelmäßigen Abständen zur Hälfte eingeschnitten. Das macht sie etwas weicher.

Da ich hier "Klebefelgen" verwendet habe, wird der Reifensorgsam mit Sekundenkleber auf den Felgen verklebt - fertig!

Ein Vorderrad wiegt nun 205g und ein Hinterrad wiegt 167g.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Beim AMC wird's schmutzig

Heute will ich mal zeigen, was mein Verein, der AMC Langenfeld, in den letzten Wochen so geschaffen hat. Seit Neuestem kann man auf dem Club-Gelände nämlich auch mit Scale-Crawlern standesgemäß im Dreck spielen.

Das neu geschaffene Gelände ist zwar noch nicht fertig, aber das hält und nicht davon ab, schon mal Spaß zu haben und die diversen Geländeprüfungen auszuprobieren.

Der neueste Teil ist die von Wolfgang und Marco geschaffene spektakuläre Hängebrücke. Der Blickfang auf diesem Gelände.


Ausserdem gibt es eine weitere Holzbrücke und eine sehr anspruchsvolle Abfahrt aus Astwerk

Diverse knifflige Stein- und Sandpassagen sind auch schon fertig. Ausserdem gibt es eine neue Bepflanzung, die auf diesen Bildern aber noch nicht zu sehen ist.

Es folgt noch ein Wasserlauf und jede Menge kleiner und größerer Details.

Vorgesehen ist, daß eine Art "Rundkurs" mit verschiedenen Prüfungen gefahren werden kann. Zusätzlich kann man sich mit seinem Geländeboliden an vielen Stellen natürlich auch eigene Wege suchen.

An einem Reglement für Wettbewerbe wird auch bereits gearbeitet. Aber keine Angst - das entspannte Cruisen mit schönen Fahrzeugen soll hier im Vordergrund stehen.

Am gestrigen Bau- und Testtag waren bereits vier verschiedene Fahrzeuge aber gut doppelt so viele Fahrer vor Ort. Wir sind uns sicher, daß die Flotte der Scale-Crawler sehr schnell Zuwachs bekommen wird.

Gefahren werden bisher ausschließlich Axial SCX10-Fahrzeuge, die sich aufgrund einiger technischer und optischer Umbauten z.T. deutlich unterscheiden.

Wir freuen uns über das große Interesse - auch von ausserhalb - und Besucher sovie Mitbauer. Wann wir am Gelände sind, lässt sich am besten über die Facebook-Gruppe des AMC Langenfeld organisieren.


Wenn's wieder Neuigkeiten am Crawler-Gelände gibt, werde ich berichten. So long...

Samstag, 3. Mai 2014

Optima - Technik

Heute wollen wir mal einen Blick unter die Haube des Kyosho Optima werfen und ein bischen von der Technik vorstellen.
Bild anklicken zum vergrößern

Da das Modell in der Fun-Klasse des NRW Offroad Cups eingesetzt wird, wo er sich mit wesentlich moderneren Fahrzeugen misst, wurde reglementsbedingt ein 17,5T Speedpassion-Brushless-Motor eingesetzt. der Regler dazu kommt ebenfalls von Speedpassion und ist ein Cirtix Club Stock.

Die Lenkung wird von einem Savöx SC1251MG Low Profile-Servo übernommen. Diese Servos setze ich in mehreren meiner Fahrzeuge ein, weil diese eine überzeugende Leistung haben und ich sehr zufrieden damit bin.

Der Orange-RC Empfänger passt perfekt zu meinem Spektrum DX3C Sender.

Da der alte Optima früher noch NiCD-Stickpack-Akkus eingesetzt hat, verwende ich heute Lipo-Akkus in der gleichen Bauform. Die NVision Akkus mit 4500MAh und 45C sind für diesen Motor sehr gut geeignet und kommen ebenfalls in mehreren Fahrzeugen bei mir zum Einsatz.

Mein Ladegerät ist ein Orion Advantage Touch. Ich gebe zu, daß ich mir das vor allem wegen dem coolen Design und dem Touch-Screem gekauft habe. Bin aber auch damit sehr zufrieden.

Setup-Möglichkeiten sind bei diesem Fahrzeug begrenzt. Es gibt bei den verwendeten Option House-Dämpfern nur eine Befestigungsmöglichkeit.
Beide Dämpfer wurden mit 25WT Öl befüllt. Die Front-Feder ist die originale. Im Heck werkelt eine pinke Losi-Feder, da ich hier kein Original hatte.

Auf dem Bild sind die originalen Optima-Räder zu sehen. Ich habe aber noch eine ganze Kiste Reifen aus dieser Zeit. Damit werde ich den Opti bei den Rennen nach Bedarf ausstatten können.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Optima-Rollout geglückt!

Gestern fand das erste Rollout des neu aufgebauten 1986er Optimas auf der Strecke des AMC Langenfeld statt. Alles funktionierte erwartungsgemäß ohne Probleme. Auch das "geratene" Setup passte wunderbar.

Ich habe erst mal die ziemlich abgefahrenen Originalreifen verwendet, weil ich den Antrieb nicht mit griffigen Schumacher-Reifen überfordern wollte. Da die Strecke aber jede Menge Grip bietet, funktionierte auch das sehr gut.

Die Nennung für den NRW Offroad Cup am Wochenende ist abgegeben....das Renndebüt des Oldies kann kommen!

Edit: Habe noch eine Untersetzungstabelle gebastelt.

Montag, 28. April 2014

Farbe für den Optima

Wieder ist ne Menge Zeit vergangen und so langsam naht der erste Renntermin an dem der Optima seinen ersten Einsatz haben soll. Höchste Zeit die Karosserie zu lackieren. Zuerst habe ich gedacht, ihn so zu lackieren, wie es der Originalkarton zeigt. Aber die meisten Restaurationen verwenden dieses Farbschema. Also habe ich mich daran erinnert, daß mein Erkennungszeichen ja auch eine klassische Lackierung ist.


Also wurde die Karosserie sorgsam gereinigt und entfettet und dann mit Tamiya Abdeckband (etwas besseres gibt es nicht für diesen Job!) abgeklebt. Als erste Farbschicht kam das berühmte Himmelblau drauf. ich verwende Skyblue von Custom Colour (früher im LRP-Vertrieb) dafür.

Als nächstes dann der orangene Streifen - ebenfalls von Custom Colour!

Anschliessend das weiß. Dann folgte das Bekleben mit den Stickern des Original-Aufkleberbogens.

Fertig! Die Karosserie ist toll geworden und der Anblick des alten Schätzchens ist ein Traum!


Jetzt fehlt nur noch ein Lenkservo. Da hier kein Servosaver zum Einsatz kommt und ich mir im Renneinsatz keinen Schaden leisten will, werde ich anstatt dem zeitgenössischen Robbe RS 700 lieber ein modernes Hochleistungsservo mit Metallgetriebe verwenden. Dazu werde ich die Tage noch einmal den Händler meines Vertrauens aufsuchen.

Dann kann es - vermutlich am kommenden Mittwoch - endlich zum Rollout gehen. ich hoffe Ihr bleibt dran. Freue mich auf Euer Feedback!

Hier gehts weiter mit dem Optima.

Sonntag, 16. März 2014

22T Setup weiterentwickelt

Nachdem die Hallensaison ja nun glücklicherweise abgeschlossen ist (daß ich Hallenrennen nicht mag, hat sich ja inzwischen rumgesprochen...) ging es nun zum ersten Outdoor-Training auf die sehr anspruchsvolle Strecke des AMC Langenfeld.

Ziel war es, ein Setup für diese Strecke zu erarbeiten, da hier ja das nächste Rennen der NORC-Saison stattfinden wird.

Wie erwartet wurde eigentlich das komplette Hallensetup wieder rausgebaut und durch mehr konventionelle Einstellungen ersetzt.

Fotos von Boris Weber / Edit by JU
Als erstes wurden die Vorderreifen (Schumacher Staggered Blau) durch die wesentlich "runder" zu fahrenden Losi "BK-Bars" ersetzt und der vordere innere Querlenker-Aufhängungspunkt um 2mm angehoben. Ausserdem wurden die Dämpfer-Ausfederwegbegrenzungen im Dämpfer rausgenommen und 30WT Dämpferöl eingefüllt. Die hinteren Dämpfer wurden am 2. Loch von aussen aufgehängt. Das alles brachte schonmal wesentliche Verbesserungen.

Nachdem bei den ersten Akkus mit 30er Dämpferöl noch kein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden konnte, war es mit 25WT-Öl bei dem nächsten Versuchen nun perfekt. Schon verrückt, wie deutlich sich eine solch kleine Änderung auswirkt! Alles in allem stimmt mich das bisher erreichte sehr zuversichtlich für das nächste Rennen.

Wer Interesse an dem kompletten Setup hat, kann es sich HIER herunterladen.


Übrigens: Auf der Losi-Homepage findet man diese hilfreiche Feder-Tabelle:

Dienstag, 4. März 2014

Neues Rennfahrzeug für mich: Losi 22T

Nachdem ich nun seit 2009 in der Short-Course 2WD Klasse Rennen mit leistungsmäßig begrenzten Motoren fahre, war es mal wieder an der Zeit für größere Freiheiten. Also lag es nahe sich eine Rennklasse mit nur sehr wenigen technischen Begrenzungen auszusuchen.

Nach Anstoß meiner Rollatormafia-Teamkollegen und anschliessender reiflicher Überlegung fiel die Wahl dann auf die 2WD Truck-Klasse. Freie Reifenwahl und freie Wahl der Motoren und Regler - das klang verlockend. Man darf immer mehr als genug Leistung einbauen und kann die Limits der Technik ausloten.

Der Losi 22T entspricht technisch dem höchsten Stand der Entwicklung in dieser Klasse. Erstklassige Materialien und eine sehr durchdachte Konstruktion lassen kaum Wünsche offen. Dazu kommt eine schick lackierte Karosserie mit aggressivem Look, da ich auf eine fertig gebaute RTR-Version zurückgriff.

Die RTR-Elektronik ersetzte ich allerdings komplett durch andere Komponenten. Der Brushless-Motor kommt von Gens Ace und sollte sich in der 10,5T-Version mehr als ausreichend kräftig für den engen und winkligen Hallenkurs erweisen.

Die Lenkung übernahm mein bewährtes Savöx-SC1251 Servo
Den Strom aus den neuen Nvision Shorty-Akkus dosierte mein neuer Hobbywing Xerun 90A-Regler. Tja...noch vor einigen Jahren sah "Blue is Better" bei mir anders aus. :-)

Ich darf vorweg nehmen, daß ich mit der Qualität als auch von der Performance der eingesetzten Komponenten bislang sehr zufrieden bin.

Auf dem ersten Lauf zum NRW Offroad Cup in der Sporthalle in Langenfeld sollte also das Rollout und auch die Premiere ohne Generalprobe stattfinden. Die Tips die ich zuvor von unterschiedlichen Quellen bekommen habe, erwiesen sich für mich und für diese Strecke nicht als hilfreich. der erste Vorlauf war eine Katastrophe, weil das Auto extrem stark über die Vorderräder schob und auch sonst sehr träge unterwegs war.

Von da an wurde das Setup in jedem der vier Vorläufe verbessert, so daß in jedem Lauf eine deutliche Steigerung möglich war. Am Ende waren es doch zahlreiche Setup-Änderungen an allen Ecken und Enden des Fahrzeuges. Obwohl ich dann wegen der verhunzten ersten Läufe nur mit der Startnummer 11 in die Finale gehen konnte, war ich doch sehr zuversichtlich, meine Position schnell verbessern zu können.

Meine Starts waren in allen Finalläufen extrem gut und einmal konnte ich mich bis auf den 3. Platz vorkämpfen. Ein bischen Rennpech hier, ein bischen fahrerisches Unvermögen da bescherten mir als bestes Ergebnis einen 6. Platz und final am Ende Platz 8.

Trotzdem war ich sehr zufrieden mit dem ersten Einsatz des 22T und vor allem mit dem erarbeiteten Setup, welches sicher für ein wesentlich besseres Ergebnis gut gewesen wäre.
Wer es sich einmal ansehen will kann es sich hier herunterladen: 22T-Setup Langenfeld Indoor

Nun freue ich mich auf den Beginn der Outdoor-Saison und hoffentlich viele schöne Rennen mit meinem neuen Losi 22T


Mittwoch, 26. Februar 2014

Grand Prix Legends lebt!

Eine kleine Hommage an eine sehr besondere Zeit im Motorsport und eine wegweisende Rennsimulation, die sich mit dieser großartigen Zeit beschäftigt - Formel 1 1967!

Grand Prix Legends - die PC-Rennsimulation erschien im Jahr 1998. Damals sensationell und seiner Zeit weit voraus. Heute - 15 Jahre später gibt es immer noch viele Fans dieser Simulation. Ich bin einer davon!

Auch die von mir seinerzeit ins Leben gerufene GPL-Fun-Liga existiert noch heute - zwar ohne mich, aber durchaus aktiv. Sogar das Forum ist immer noch dasselbe und wie ich festgestellt habe, gibt es sogar mein altes Banner noch :-)

Damit fing für mich alles an. Es hat danach nie wieder eine Sim gegeben, die so ein spezielles, großartiges Flair hatte...die einen so reinsaugt und mit dem Auto eins werden lässt, obwohl es nur ein paar bunte Pixel sind. Grafisch ist die Sache zwar natürlich nicht mehr ganz aktuell, aber es hat immer grafische Updates gegeben. Ausserdem ist das optische nebensächlich, wenn man am Steuer des BRM sitzt und der H-16 Motor hinter einem brüllt. Das war einfach unvergleichlich.

Lotus 49 in Grand Prix Legends
Diese Simulation hat mir nicht nur ein neues Hobby gebracht. Sie hat mich auch für die Welt des historischen Rennsports begeistert - eben ganz besonders für dieses spezielle Jahr 1967. Es war das letzte Jahr bevor großflächige Werbe-Sponsoren Einzug in den Rennsport gehalten haben. Bis 1967 waren die Autos noch in den Farben lackiert, die für das Ursprungsland des Rennstalls charakteristisch waren. Italien in rot, England in British Racing Green, Deutschland in silbern etc.

Weslake Eagle 1967
Ausserdem war es das letzte Jahr bevor der Spoiler erfunden würde. Jenes aerodynamische Hilfsmittel welches fortan nicht nur Formel 1 Boliden mehr oder weniger verunstaltete. Bis dahin war man nur auf den sogenannten "mechanischen Grip" angewiesen um die knapp über 400PS starken und 500kg leichten Boliden im Zaum zu halten. Die möglichst perfekte Fahrwerkseinstellung und der Grip der harten, profilierten Reifen, war entscheidend. Und natürlich auf das Fahrgefühl und den Instinkt des möglichst unerschrockenen Piloten.

Jim Clark und Graham Hill (Team Lotus)
Die Fahrer von 1967 waren keine optimal durchtrainierten Jungs...es waren Gentlemen... erfahrene und mutige Helden, die wussten, daß es fast an jedem Rennwochenende passieren konnte, daß wieder einer von ihnen seine Leidenschaft für den Rennsport mit dem Leben bezahlen musste. Charakterköpfe die - wenn sie heute noch leben - unglaublich spannende Geschichten erzählen können.

Die Arbeiten in den Boxen und dem Fahrerlager fanden unter Bedingungen statt, die heute nicht mehr vorstellbar sind, aber einer gewissen "Fahrerlagerromantik" nicht entbehren.

Das alles macht diese Zeit des Motorsports zu einer ganz besonderen. Leider bin ich zu jung um das alles miterlebt zu haben, aber dank des Internets hat man ausreichend Möglichkeiten an Bild und Videomaterial zu kommen. Youtube bietet eine Fülle von Videos, wenn man nur mal "Grand Prix 1967" als Suchbegriff eingibt.

Die Online-Rennsimulationen mit GTR, GTL und rFactor, mit denen ich seit nun über 10 Jahren unterwegs bin, machen auch unheimlich Spaß. Aber Grand Prix Legends ist und war einzigartig. Die erste Sim mit der Nürburgring-Nordschleife. Das heute in rFactor mit einem aktuellen Cup-Porsche zu fahren ist Kinderkram gegen die Herausforderung das mit dem Lotus 49, dem Weslage Eagle oder dem Ferrari 312 zu schaffen.

Spa 1967 war neben dem Ring immer die ultimative Herausforderung. Nicht nur Eau Rouge sorgte für Atemstillstand. Der Herzschlag setzte erst nach der Masta-Schikane wieder ein, die mit Top-Speed im höchsten Gang gefahren wurde - eben möglichst ohne den Gasfuß zu lupfen. Dieses Video über diese atemberaubende Strecke, die 1967 noch mehr als doppelt so lang war wie heute, vermittelt ein wenig von der Faszination von "Grand Prix Legends"

Ich denke ich werde Grand-Prix Legends mal wieder installieren....

Sonntag, 9. Februar 2014

Projekt Optima - weiter gehts!

Nachdem noch ein paar fehlende Teile für den Kyosho-Oldie besorgt wurden, ging es heute weiter mit der Fertigstellung des Offroaders.

Das Getriebe sieht nun wieder aus wie neu.
Die Leiterkette sieht für heutige Verhältnisse natürlich eigenartig aus. Aber ich kann Euch versichern...datt muss so! ;-)

Als nächstes wurde ein nagelneuer Option-House Motorschutz montiert, den ich bei Ebay aus dem fernen Korea organisieren konnte.

Wie man hier sehen kann, ist kein zeitgenössischer Bürstenmotor eingebaut worden, sondern ein 17,5T Brushless-Motor von Speedpassion, der mit dem dazu passenden Cirtix-Regler für Vortrieb sorgen wird.

Ich mag ja die alten Modelle, aber ich möchte den Huddel & Brassel mit den damaligen Wettbewerbs-Bürstenmotoren nicht mehr zurück. Meine Motorkiste umfasste damals nicht selten mehr als 10 dieser hochgezüchteten und teuren Triebwerke. Ich erinnere mich an Zeiten, wo man die Kohlen alle 2-3 Akkus tauschen musste. Der Kollektor wurde vor jedem Renntag mit einer teuren Spezial-Minidrehbank abgedreht. Nach einigen Monaten war so ein Motor dann "auf" und taugte nur noch als Briefbeschwerer. Aber auch nicht wirklich gut. :-)

Genau so geht es mir mit den alten NiCd und NiMh-Akkus die - um ihnen Höchstleistungen zu entlocken, damals immer extrem viel Aufmerksamkeit und teure Lade- und Entladetechnik brauchten. Vieles davon erinnerte irgendwie ein bischen an "Voodoo", denn nicht alles was damals mit den Energieriegeln veranstaltet wurde, liess sich so wirklich erklären, geschweige denn beweisen. Aber es bescherte den Firmen, die Wettbewerbs-Akkutechnik verkauften eine gute Zeit. ;-)

Das Bild zeigt einen Sanyo 1200mAh NiCd-Akku vor meinem noch unrestaurierten Optima. Mit diesen Akkus hatten wir seinerzeit auch schon 5 Minuten Rennspaß. Und wir waren ganz gewiss nicht langsam! Heute mit Kapazitäten von 5-7000mAh und pflegeleichter Lipo-Technik ist es nicht wirklich mehr Fahrzeit geworden. na gut...bei den meisten Wettbewerben hat sich inzwischen eine Laufdauer von 7 Minuten etabliert. :-)

Zurück zum Optima. Eine Änderung gab es an den 6-Kant Radmitnehmern. Serienmäßig wurden die Radmitnehmer beim Optima kraftschlüssig auf die Achse geklemmt. ich entschied mich für das seit langem gängige System mit einem kleinen Splint durch die Achse und form- und kraftschlüssig haltenden Alu-Mitnehmern.

Als nächstes wird das Lenkservo eingebaut, welches wie der Optima aus der guten alten Zeit stammt. Ein Robbe 9401 gehörte damals zu den eher teuren Servos...immerhin hat meines bis heute überlebt. Musste nur ein neues Servokabel direkt auf der winzigen Platine anlöten, damit auch alles wieder nett aussieht.

Ausserdem auf der To-Do-Liste: Dämpfer einbauen (passende Kugelpfannen müssen noch besorgt werden) und die Karosserie lackieren. Dann könnte es eigentlich auch schon zur ersten Probefahrt gehen. Die Zeit drängt...der erste Renneinsatz Ende Februar ist schon in Sicht.

Hier gehts weiter mit dem Optima